ÖGK Social Insurance Demand Austria – Additional Contributions Explained

ÖGK Social Insurance Demand Austria – Additional Contributions Explained

Was ist eine ÖGK-Nachforderung?

Du hast einen Brief von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) erhalten und darin steht, dass du zusätzliche Beiträge nachzahlen musst? Keine Panik — aber auch keine Untätigkeit! Eine ÖGK-Nachforderung ist ein offizielles Schreiben, das dir mitteilt, dass nach einer Überprüfung deiner Sozialversicherungsbeiträge eine Differenz festgestellt wurde. Diese Differenz wird nun von dir eingefordert.

Solche Nachforderungen betreffen häufig Selbstständige, freie Dienstnehmer, Gewerbetreibende sowie Dienstgeber (also Arbeitgeber), die Mitarbeitende beschäftigen. Grundlage ist das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) sowie das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz (GSVG), je nachdem welcher Berufsgruppe du angehörst.

Das Wichtigste vorab: Eine Nachforderung ist nicht automatisch korrekt. Du hast das Recht, sie zu prüfen, Einwände zu erheben und — wenn nötig — rechtlich dagegen vorzugehen.

⚠️ Warum kommt es zu einer Nachforderung?

Die ÖGK führt regelmäßig Beitragsprüfungen durch. Dabei werden gemeldete Einkommen, Dienstnehmerlöhne und Beitragsgrundlagen mit tatsächlichen Daten (z. B. aus Steuerbescheiden oder Lohnkonten) abgeglichen. Häufige Ursachen für eine Nachforderung sind:

  • Einkommensänderungen bei Selbstständigen: Dein tatsächliches Einkommen war höher als die vorläufige Beitragsgrundlage.
  • Nachträgliche Steuerbescheide: Das Finanzamt hat das Einkommen nach oben korrigiert — die ÖGK passt daraufhin die Beiträge an.
  • Fehler bei der Lohnverrechnung: Als Dienstgeber wurden Sonderzahlungen, Sachbezüge oder Überstunden nicht korrekt in der Beitragsgrundlage berücksichtigt.
  • Schwarzlohn oder Scheinselbstständigkeit: Bei Beitragsprüfungen werden mitunter auch Beschäftigungsverhältnisse neu bewertet.
  • Verspätete oder fehlerhafte Meldungen: Anmeldungen von Dienstnehmern wurden nicht rechtzeitig oder nicht korrekt erstattet.

📄 Was steht im Schreiben der ÖGK?

Der Brief enthält in der Regel folgende Informationen:

  1. Den Nachforderungsbetrag inkl. allfälliger Verzugszinsen
  2. Den Zeitraum, auf den sich die Nachforderung bezieht
  3. Die Berechnungsgrundlage — also wie die ÖGK auf diesen Betrag gekommen ist
  4. Eine Zahlungsfrist (meist 15 Tage ab Zustellung)
  5. Informationen zu deinen Rechtsmitteln

Lies das Schreiben sorgfältig durch und hebe es unbedingt auf. Notiere dir das genaue Zustelldatum — das ist der Tag, an dem du den Brief tatsächlich erhalten hast, nicht das Datum auf dem Brief selbst.

⏰ Fristen — diese Deadlines musst du kennen

Im österreichischen Sozialversicherungsrecht gelten strenge Fristen. Versäumst du sie, kann die Nachforderung rechtskräftig werden und vollstreckbar sein.

  • Zahlungsfrist: Üblicherweise 15 Tage ab Zustellung des Bescheids
  • Einspruchsfrist (Einspruch gegen Beitragsbescheid): 14 Tage ab Zustellung beim zuständigen Krankenversicherungsträger
  • Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (BVwG): 4 Wochen ab Zustellung der Entscheidung der ÖGK

💡 Tipp: Schreib dir sofort auf den Umschlag: „Erhalten am [Datum] — Einspruchsfrist bis [Datum + 14 Tage]“. So vergisst du die Frist nicht.

Deine Optionen — was kannst du tun?

  • ✅ Nachforderung prüfen und Einspruch erheben (empfohlen, wenn Zweifel bestehen): Du kannst schriftlich Einspruch gegen den Beitragsbescheid erheben. Das ist kostenlos und hemmt die Vollstreckung. Im Einspruch kannst du die Berechnungsgrundlage anfechten oder fehlende Unterlagen nachreichen.
  • ✅ Ratenzahlung beantragen: Wenn die Forderung grundsätzlich korrekt ist, du aber nicht sofort zahlen kannst, hast du die Möglichkeit, bei der ÖGK einen Stundungs- oder Ratenzahlungsantrag zu stellen. Dies verhindert unmittelbare Vollstreckungsmaßnahmen.
  • ✅ Zahlen und akzeptieren: Wenn die Forderung korrekt und nachvollziehbar ist — einfach innerhalb der Frist überweisen. Die Bankverbindung steht im Schreiben.
  • ❌ Nichts tun (gefährlich!): Reagierst du nicht, wird die Forderung rechtskräftig. Die ÖGK kann dann Vollstreckungsmaßnahmen einleiten — das bedeutet im schlimmsten Fall Kontopfändung oder Lohnpfändung.

So legst du Einspruch ein — Schritt für Schritt

  1. Datum prüfen: Stelle sicher, dass die 14-Tages-Frist noch nicht abgelaufen ist.
  2. Schriftlichen Einspruch verfassen: Der Einspruch muss schriftlich erfolgen — per Post, Fax oder elektronisch über das ÖGK-Portal. Nenne deine Versicherungsnummer, das Datum des Bescheids und begründe kurz, warum du die Forderung für unrichtig hältst.
  3. Belege sammeln: Steuerbescheide, Lohnunterlagen, Kontoauszüge oder andere relevante Dokumente können deinen Einspruch unterstützen.
  4. Einspruch fristgerecht einreichen: Schicke den Einspruch per Einschreiben und hebe den Einlieferungsbeleg auf.
  5. Auf Antwort warten: Die ÖGK muss deinen Einspruch prüfen und darüber entscheiden. Bei Ablehnung kannst du Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG) einlegen.

Verzugszinsen und Säumniszuschläge

Wird eine Beitragsforderung nicht rechtzeitig bezahlt, fallen nach § 59 ASVG Verzugszinsen an. Der aktuelle Zinssatz orientiert sich am Basiszinssatz der Österreichischen Nationalbank zuzüglich eines Aufschlags — er kann je nach wirtschaftlicher Lage variieren, liegt aber oft im Bereich von mehreren Prozentpunkten jährlich. Zusätzlich können Beitragszuschläge nach § 113 ASVG anfallen, wenn Meldepflichten verletzt wurden.

Das bedeutet: Je länger du wartest, desto teurer wird es. Selbst wenn du den Einspruchsweg beschreitest, empfiehlt es sich manchmal, den unstrittigen Teil der Forderung vorab zu bezah

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